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Doppelstabmattenzaun montieren: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt-für-Schritt Montage eines Doppelstabmattenzauns: Loch ausheben, Pfosten einsetzen, einbetonieren und Matten befestigen

ZaunPro Team |

Doppelstabmattenzaun selber aufbauen: Eine Anleitung, die wirklich funktioniert

Einen Doppelstabmattenzaun selbst zu montieren spart schnell mehrere hundert Euro Handwerkerkosten – und ist auch für unerfahrene Heimwerker machbar. Vorausgesetzt, man kennt die richtigen Schritte und macht keine vermeidbaren Fehler. Diese Anleitung führt Sie durch den kompletten Aufbau: vom Werkzeug über die Fundamente bis zur letzten Mattenklemme. Inklusive Tipps für Hanglagen und Lösungen für die häufigsten Stolperfallen.

Plan-Zeit: ein Wochenende für etwa 20 Meter Zaun zu zweit. Schwierigkeitsgrad: mittel.

Werkzeugliste – das brauchen Sie wirklich

Bevor Sie loslegen, sollte alles bereitliegen. Nichts ist ärgerlicher, als mitten in der Arbeit feststellen zu müssen, dass das passende Werkzeug fehlt.

Werkzeug

  • Maßband (mindestens 5 m)
  • Schnur und Holzpflöcke zum Ausrichten
  • Wasserwaage (60 cm oder länger)
  • Spaten und Erdlochbohrer (Durchmesser 25 cm)
  • Schubkarre und Mörtelkübel
  • Akkuschrauber mit passenden Bits
  • Gummihammer
  • Winkelschleifer (Flex) mit Trennscheibe für Metall
  • Zinkspray zum Versiegeln von Schnittkanten
  • Arbeitshandschuhe und Schutzbrille

Material

  • Doppelstabmatten (Standardgröße: 250 cm breit)
  • Pfosten (Länge = Zaunhöhe + 50 cm Einbetonierung)
  • Pfostenkappen
  • Mattenklemmen (4 Stück pro Pfosten)
  • Beton (Trockenbeton C25/30 reicht für die meisten Heimwerker-Anwendungen)
  • Kies für die Drainageschicht

Schritt 1: Verlauf planen und ausmessen

Bevor der erste Spatenstich erfolgt, sollten Sie den genauen Verlauf des Zauns planen. Klären Sie zwei Fragen:

  • Grenzverlauf: Wo genau verläuft die Grundstücksgrenze? Im Zweifel Lageplan oder Vermesser konsultieren – ein Zaun, der um 10 cm zu weit gesetzt ist, kann später teuer werden.
  • Pfostenabstand: Bei Standardmatten mit 250 cm Breite beträgt der ideale Pfostenabstand 255 cm (Mitte zu Mitte). Diese 5 cm Toleranz brauchen Sie für die Klemmen.

Spannen Sie eine Schnur entlang der geplanten Linie. Das ist Ihr Referenzfaden – er bleibt während der gesamten Montage bestehen.

Schritt 2: Pfostenlöcher ausheben

Hier entscheidet sich, wie lange Ihr Zaun stabil bleibt. Eine kleine Investition in die Tiefe zahlt sich über Jahrzehnte aus.

Wie tief muss das Pfostenfundament sein?

Die Faustregel in Deutschland: mindestens 80 cm tief, damit der Pfosten unter der Frostgrenze liegt. In schneereichen Regionen oder bei sehr exponierten Lagen sollten Sie auf 100 cm gehen. Bei Zäunen mit vollflächigem Sichtschutz sollte die Tiefe ebenfalls erhöht werden, weil die Windlast deutlich größer ist.

Lochdurchmesser

Der Durchmesser sollte etwa 25 bis 30 cm betragen. Mit dem Erdlochbohrer geht das schneller als mit dem Spaten – aber nur, wenn der Boden nicht steinig ist.

Drainageschicht nicht vergessen

Ein häufig übersehener Punkt: Vor dem Einbetonieren sollten Sie etwa 10 cm grobkörnigen Kies in das Loch geben. Das verhindert, dass Wasser am Pfostenfuß steht und im Winter durch Frostsprengung das Fundament beschädigt.

Schritt 3: Eckpfosten zuerst setzen

Der Aufbau beginnt immer mit den Eckpfosten – sie sind die Referenzpunkte für alles Weitere. Zwischen zwei gesetzten Eckpfosten lassen sich Zwischenpfosten exakt ausrichten.

  1. Eckpfosten in das vorbereitete Loch stellen
  2. Mit zwei Latten oder Streben provisorisch abstützen
  3. Mit der Wasserwaage in beide Richtungen lotrecht ausrichten
  4. Trockenbeton mit Wasser anmischen (Konsistenz: leicht erdfeucht)
  5. Beton einfüllen und mit einem Stab verdichten
  6. Oberkante leicht abschrägen, damit Wasser ablaufen kann

Wie viel Beton brauche ich pro Pfosten? Für ein Loch mit 25 cm Durchmesser und 80 cm Tiefe sind etwa 40 Liter Beton nötig. Bei einem Sack Trockenbeton à 25 kg ergibt das etwa zwei Sack pro Pfosten.

Lassen Sie die Eckpfosten mindestens 24 Stunden aushärten, bevor Sie weiterarbeiten.

Schritt 4: Zwischenpfosten ausrichten

Sind die Eckpfosten ausgehärtet, spannen Sie eine Maurerschnur zwischen ihnen – einmal oben, einmal unten. So haben Sie zwei Referenzlinien und können jeden Zwischenpfosten exakt einfluchten.

Markieren Sie die Pfostenpositionen entlang der Schnur (alle 255 cm) mit kleinen Heringen. Heben Sie alle Löcher gleichzeitig aus – das geht effizienter als jedes einzeln.

Setzen Sie die Pfosten ein, richten Sie sie nach beiden Schnüren aus und betonieren Sie sie wie die Eckpfosten ein.

Schritt 5: Doppelstabmatten einsetzen

Sind alle Pfosten ausgehärtet (mindestens 24 Stunden warten), können Sie die Matten einsetzen.

  1. Erste Matte zwischen zwei Pfosten einsetzen
  2. Bodenabstand prüfen – idealerweise 5 bis 10 cm Luft, damit Schnee und Laub durchrutschen können
  3. Mattenklemmen in den Pfostenschienen positionieren (zwei oben, zwei unten)
  4. Schrauben handfest anziehen, dann mit dem Akkuschrauber festziehen
  5. Wasserwaage prüfen – Matte muss waagerecht sein

Arbeiten Sie sich Stück für Stück vor. Zu zweit geht das deutlich schneller, weil eine Person die Matte hält, während die andere die Klemmen befestigt.

Doppelstabmattenzaun in Hanglage montieren

Auf einem Grundstück mit Gefälle gibt es zwei Bauweisen: gestaffelt oder schräg.

Variante 1: Gestaffelte Montage

Jede Matte bleibt waagerecht, aber zwischen den Mattenfeldern entstehen Stufen. Diese Methode ist einfacher und sieht bei mäßigem Gefälle ordentlich aus.

Variante 2: Schräge Montage (Hangmatten)

Die Matten folgen dem Gefälle. Dafür gibt es spezielle Hangmatten mit verschiebbaren Längsstäben. Die Optik ist deutlich harmonischer, aber die Montage anspruchsvoller. Bei Gefällen über 15 % empfehlen wir grundsätzlich diese Variante.

Doppelstabmatte kürzen – so geht es richtig

Selten passt der Zaun aufs letzte Mattenfeld genau. In den meisten Fällen muss die letzte Matte gekürzt werden. So machen Sie es richtig:

  1. Maß auf der Matte mit einem Filzstift anzeichnen
  2. Matte sicher fixieren (zwei Holzböcke reichen)
  3. Mit dem Winkelschleifer und Metalltrennscheibe sauber durchtrennen – immer von außen nach innen schneiden
  4. Wichtig: Schnittkanten direkt mit Zinkspray versiegeln. Sonst beginnt dort früher oder später der Rost.

Beim Kürzen entfernen Sie eine Maschenreihe komplett – die Reststäbe werden zu kurz, um sie sinnvoll zu verwenden, und sehen unsauber aus.

Doppelstabmattenzaun an Mauer befestigen

Wenn der Zaun an eine bestehende Mauer anschließt, brauchen Sie keinen normalen Pfosten, sondern einen Wandmontage-Pfosten. Dieser wird mit Schwerlastdübeln an der Mauer verschraubt.

Achten Sie auf:

  • Mindestens vier Befestigungspunkte pro Wandpfosten
  • Schwerlastdübel mit mindestens M10-Gewinde
  • Beton- oder Vollziegelmauer als Untergrund (kein Putz oder Hohlblockstein)

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Beton brauche ich pro Pfosten?

Bei einem Standardloch von 25 cm Durchmesser und 80 cm Tiefe etwa 40 Liter Beton, was rund zwei Sack Trockenbeton à 25 kg entspricht. Bei breiteren Löchern oder Sichtschutzzäunen entsprechend mehr.

Wie tief muss ein Doppelstabmattenzaun einbetoniert werden?

Mindestens 80 cm tief, um die Frostgrenze zu unterschreiten. In schneereichen Regionen oder bei Zäunen mit vollflächigem Sichtschutz sollten Sie auf 100 cm gehen.

Welcher Pfostenabstand ist richtig?

Bei Standardmatten mit 250 cm Breite beträgt der ideale Pfostenabstand 255 cm (Mitte zu Mitte). Die 5 cm Differenz brauchen Sie für die Klemmen.

Kann ich einen Doppelstabmattenzaun ohne Beton montieren?

Ja, mit Einschlagbodenhülsen oder Schraubfundamenten. Diese sind aber deutlich weniger stabil und nicht für Sichtschutzzäune oder windexponierte Lagen geeignet. Für eine dauerhaft stabile Lösung führt am Einbetonieren kein Weg vorbei.

Wie lange muss der Beton aushärten?

Mindestens 24 Stunden, bevor Sie die Matten einhängen. Besser sind 48 Stunden, wenn Zeit nicht drängt.

Brauche ich eine Genehmigung für den Zaunbau?

In den meisten deutschen Bundesländern sind Zäune bis 180 cm Höhe genehmigungsfrei. Bei höheren Anlagen oder besonderen Lagen (Hanggrundstück, denkmalgeschützte Umgebung) sollten Sie das örtliche Bauamt befragen.

Fazit: Selber bauen lohnt sich – wenn Sie Geduld mitbringen

Ein Doppelstabmattenzaun ist ein klassisches Heimwerker-Projekt. Mit der richtigen Vorbereitung schaffen zwei Personen 20 Meter Zaun an einem Wochenende. Die größten Fehler passieren bei der Tiefe der Fundamente und beim Vergessen der Drainageschicht – beides entscheidet darüber, ob Ihr Zaun in 5 oder in 25 Jahren ersetzt werden muss.

Wer es einfacher haben möchte, greift zu einem Komplettset: Matten, Pfosten, Klemmen und Pfostenkappen passgenau aufeinander abgestimmt, mit detaillierter Anleitung. Das spart die mühsame Einzelteil-Kalkulation und stellt sicher, dass alles zusammenpasst.

Tipp: Notieren Sie sich vor dem Kauf die genaue Zaunlänge und alle Eckpunkte – so können Sie das Komplettset exakt auf Ihren Bedarf abstimmen.